wwl - was war los im November 2017 in Berlin?

Der November hat in der Regel im Außenbereich nicht wirklich viel zu bieten. Es ist nass, kalt und uselig oder alles auf einmal. Am Bußtag wird gebüßt oder einfach nur genießt, geschnupft und gehüstelt. Zeit um sich möglichst effektiv zu regenerieren, weil ja die Indoor-Veranstaltungen zu Hauf rufen – mein Monatsroundup …
Der BarflyDer Barfly mit Meryem Celik ist ein musikalischer Streifzug durch die Berliner Nacht Szene. Jeden ersten Freitagabend im Monat von 19.00 bis 21.00 Uhr sendet der Berliner Regionalsender RADIO 1 und lässt die Zuhörer durch die Nacht gleiten mit längst verloren gegangenen Perlen der Musik, Blue Notes, kuriosen Erlebnissen, Liquid Lyrics und spannenden Begegnungen – extrem knisternd! Ich hatte die Gelegenheit in der Dachlounge des ehemaligen SFB, heute RBB Gebäudes an einem fantastischen Absinth-Tasting teilzunehmen.
Willkommen zur L'heure verte, lautete das Motto. Absinth war das liebste Rauschmittel der Boheme Berlins. Mythenbeladen, dank seiner ursprüngl…

Der Berg ruft … (2)



Was macht eine Foodbloggerin wenn sie sich innerhalb von 48 Stunden entscheiden soll wie sie an einen 750 km entfernt Ort kommt an dem ihr ein mehrtägiger Aufenthalt in einem Luxushotel in den Bergen angeboten wird? Sie freut sich!
ASTORIA Resort, Seefeld/Tirol
Aus gegebenem Anlass hören wir hier, langjährige Mitleser wissen um meine Musikaffinität, einfach mal in eine ganz andere Bergmelodie hinein, nämlich einen Song von Antoine Domino Jr. alias Fats Domino R.I.P.:
Fats Domino

Die Anreise

Wie, allerdings, organisiert sich derart kurzfristig eine bezahlbare Anreise? Mit dem eigenen PKW träumt Tante Google von 12:15 Stunden Fahrzeit - das entspricht nicht ganz meinen Vorstellungen von Entspannung! Ein derart kurzfristiger Flug nach München kostet heutzutage € 228 (nicht auszudenken, welchen Kurs der nach Wien aufrufen würde) - ein Schnäppchen ist das nicht gerade, geht man davon aus, dass das Taxi von meiner Bloggerküche zum Flughafen mit € 35/50 je nach Flughafen (one way) zu Buche schlägt, der Airport in MUC ewig weit draußen liegt und Seefeld von München immer noch 2,5 Stunden mit dem Zug entfernt ist (zuzgl. 27,30 ab Airport, one way). Wer macht denn so was? Ich nicht, und auf den Pünktlichkeitstest bei der DB hatte ich auch keinen Bock! Ich setze mich gemütlich in den WLAN unterstützten Flixbus, fuhr bequem und bezahlbar mit eigenem Proviant und viel Bloggerarbeit, iPhone und iPad im Gepäck. Ich fühlte mich bestens unterhalten und erheitert von wildfremden Personen – es brauchte schließlich alles seine Zeit.
Das ASTORIA Resort schickte mir sehr kurzfristig einen Wagen zur nächtlichen Haltestelle. Der Dauerunterhopfung ein jähes Ende bereitend servierte mir Chr. Pollak, der Bar Chef v.D. ein kühles frisch gezapftes Blondes, und stellte mir im weiteren Verlauf den regionalen Tschin von der Edelbrennerei Bogner aus Tirol vor mit Noten von Zwetschge, Wacholder und Orange vor. Na dazu fällt mir doch sicher etwas ein! (Das scheint sich im Laufe meiner Blogger Tätigkeit neben wo ist sie wenn man sie sucht – in der Küche als Dauermerksatz durchzusetzen.) Vieles über Gin findet man bereits auf meinem Blog hier KLICK und hier KLICK.
ASTORIA Resort, Seefeld/Tirol

SF Gin and Tonic

Der erste Tag

Bei morgendlichem Licht betrachtet verschlug es mir die Sprache, und das tut es wirklich äußerst selten! Nicht von ungefähr ging kürzlich der ultimativ größte Award, der ROLLING PIN-Award, in der Österreichischen Gastronomie und Hotellerie Branche an Elisabeth Gürtler, ehem. Hotel Sacher, Wien, für ihr Lebenswerk. Sie führt auch das ASTORIA Resort. Tourismus trägt zur Völkerverständigung bei, da kann ich ihr nur beipflichten.
Im Outdoor-Infinity-Pool trainierte es sich frühmorgens, im Dunst der Außen-Temperaturunterschiede und mit Blick auf das Bergpanorama gleich nochmal so schnell. Das Frühstück war eine Augenweide. Blogger fangen ihre Teller ja gerne mit Ausblick ein (#withaview).
Joghurt-Obst Bowl #withaview
Joghurt-Obst Bowl #withaview
Ich brauchte Luft, viel frische Höhenluft um meine bislang gemachten ergreifenden Erlebnisse zu verdauen.

Der Berg ruft

Die Seefelder Jochbahn verhalf mir nach einem beschaulichen Fußmarsch durch das Dorf Seefeld in Tirol zu einem recht beschleunigten und unkomplizierten Aufstieg.
Seefeld in Tirol
Ich bin ja mehr der Gucker als der Wanderer, irgendwie ist das Wandervirus nicht so recht in Berlin angekommen - wenn schon laufen, dann sportlich, und wenn schon Berge, dann Schifahren oder Snowboarden! Mein Plan: Bergstation, Sonnenseite mit Windschutz und Liegestuhl mit Decke – was soll ich sagen … hat funktioniert! Zum Schluss schiss mir die kecke Alpendohle noch auf’s Wams – wenn ich’s nicht bereits am Erleben war, spätestens jetzt hätte ich es gemerkt: Ich bin vom Glück gezeichnet. Freiheit für die Augen und die Lungen bei schönstem Wetter, schreien hätte ich wollen vor Freude.
Seefeld in Tirol

Seefeld/Tirol
Aber gab es da nicht noch einen Spezial-Auftrag, top secret sozusagen? Todesmutig und unter Einsatz meines Lebens stürzte ich mich dann doch noch in den Steilhang um nach wildem Wacholder für die selbsterkorene Gin-Competition Ausschau zu halten. Aha, nach kurzem aber intensivem Kampf mit den spitzen Nadeln des Kontrahenten waren die Zweiglein im Säckel. Die Suche nach reifen Ebereschenbeeren war leider jahreszeitlich inkongruent und so behalf ich mich mit wilden Hagebutten um die Säurekomponente im zu pimpenden Longdrink zu unterstreichen.
ASTORIA Resort, Seefeld/Tirol
SF Gin and Tonic


Das Hotel

Manche Tage sind wie Champagner, sie sind nicht alltäglich, sondern besonders und eher kostbar oder sogar überschäumend. Hier im ASTORIA Resort lohnt es sich mit dem ersten Morgenlicht aufzustehen und mit dem Mondlicht die Nacht zum Tag zu machen. Nachdem der Bar Chef und ich unsere Gin Variation zubereitet und nett in Szene gesetzt hatten ging es, adäquat gekleidet, zum Gala Menü – fantastisch!
Der erste Abend endete mit Kulturprogramm, hier mit Gesang von der Professorin für Sologesang an die Universität Mozarteum in Salzburg Ildikó Raimondi und Eduard Kutrowatz am Klavier. Das Hotel-Publikum war sichtlich ergriffen und erwiderte mit heftigem Applaus.


Der Folgetag

Frühstück, lowcarb #withaview
Frühstück, lowcarb #withaview
Der Folgetag begann für mich wieder im diesmal nieselnassen Infinity Aktivbecken, mit Zwischenstopp im großzügig miteinander verbundenen Innen- und Außenpool und im Sole Jacuzzi.
Gefrühstückt wurde dann wiedermal #withaview, also mit Ausblick und was beim Luxury-Last-Minute Blogger Event passierte hatte ich im letzten Blogbeitrag bereits ausführlich geschildert, KLICK. Danach war Wellnesstime angesagt.
Und wiederum wurde köstlich zur Nacht gespeist. Die von Gault Millau mit einer Haube und 14 Punkten ausgezeichnete Küche toppte erneut das Erholungs- und Wohlgefühl meines Kurzurlaubs. Man wird erneut ermutigt zwischen leichten Vitalgerichten und regionalen Spezialitäten zu wählen, innerhalb eines 7-Gang Wahl-Menüs mit Salat- und Käsebuffet.
Nicht überflüssig ist zu erwähnen, dass das ASTORIA Resort ein hundefreundliches Hotel ist, dass speziell für die vierbeinigen Lieblinge verschiedenste Angebote und Vorteile bereithält.
Ich residierte in einer Juniorsuite Alpin Chic mit viel Auslauf und prächtiger Aussicht.
Es gibt aber auch Wellness Juniorsuiten, Juniorsuiten Grand De Luxe und Panorama Suiten und vieles mehr.

Das Résumé

Mein Résumé am Ende des Tages des Kurztrips: Ich habe mich faszinieren lassen von der Natur, von den Bergen und von der Ruhe Seefelds, die im strengen Kontrast zu meinem schnelllebigen und lauten (nicht nur akustisch) Berlin steht. Es war ein geballtes und dennoch entschleunigtes Abenteuer, welches mir in Erinnerung bleiben wird, wenn ich in meinem trauten Großstadt Heim ins Bett falle und die Augen schließe.
Das war ganz große Hotel- und Gastgeberkunst im hornlastigen Ambiente (nicht Amibente wie schlichtere Gemüter im Präkariatsfernsehen schon zitierten). Wie man sieht wurde ich ja bereits von meiner kuschelweichen Familie empfangen – mein Familienname lautet schließlich Schaefers.
Etwas zum Schmunzeln?
Warum streiten sich Schafe dauernd?
Sie kriegen sich in die Wolle!
Das ASTORIA Resort ist nahezu selbsterklärend eher dem Hochpreisniveau zuzuordnen. Wer Seefeld kostengünstiger erobern möchte, dem bleiben laut Aussage der kompetenten Presse und Marketing Managerin Bernadette Stauder ausreichend Privatzimmer in der Nebensaison zu erschwinglichen Preisen zum Logieren. Danke an dieser Stelle für diese vortreffliche Auszeit. Mag nun jeder denken was er möchte über Busreisen aber … wenn ich den Zeitaufwand bedenke den solch ein Blogbeitrag in Wort und in diesem speziellen Fall auch sehr umfangreichen Bildmaterial benötigt, dann ist für mich zumindest die Zeit im Bus nicht vertan, sondern sehr sinnvoll genutzt - selbst Steckdosen zum Aufladen der Social-Media-Hardware sind vorhanden … und Erholung für die Augen ermöglicht jederzeit ein Blick aus dem Fenster.
Nun aber zum Rezept von Christian Pollak und mir – möge ihm bei der überregionalen Bartender Competition in 2018 in Berlin das Glück hold sein.


Das Rezept

SF Gin and Tonic von Doc.Eva und Christian Pollak
Zutaten
  • 16 cl            Gin, hier Bogner Tschin
  • 50 ml cl        Tonic Water, hier Thomas Henry
  • 4 Stck          Orangenzesten
  • 4 Stck          Wacholderzweige
  • 12 Stck        wilde Hagebutten oder reife Ebereschenbeeren, gefrostet
  • Eiswürfel
Zubereitung und Anrichten
  1. Entscheidend für den perfekten Gin and Tonic ist eine niedrige Trinktemperatur. Dazu sollten Trinkgefäß und Tonic Water vorgekühlt sein.
  2.  Das Glas mit Eiswürfeln befüllen. Den Zweig anflämmen und zu den Eiswürfeln geben. Den Gin in das Glas geben. 
  3. Anschließend die Flasche Tonic Water öffnen (erst kurz vor Gebrauch, um die Kohlensäure zu erhalten). 
  4. Das Tonic Water langsam in das Trinkgefäß füllen, damit möglichst wenig Kohlensäure entweicht. 
  5. Nun durch twisten der Orangenzeste das Getränk mit dem austretenden Orangenöl aromatisieren.  
  6. Die Hagebutten aufspießen und dekorativ anlegen.
Die Mischverhältnisse von Gin und Tonic Water variieren, je nach Geschmack, von 1:1 bis 1:4.


Cheers friends! Oder auch friends, romans, countrymen wie einst Marc Anton in Shakespeares Julius Caesar formulierte.



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