Freitag, 6. Oktober 2017

wwl - was war los im September 2017 in Berlin?



Viel, unendlich viel – wie gewohnt werde ich es in einem umfangreichen Round-up zusammenfassen. Das Rezept am Ende des Tages des Artikels passt zu meinem lowcarb Lebensstil: Waffeln aus Linsenmehl.
Linsenwaffeln

Das Weindinner

Im exklusiven Capitol Club gab es ein wunderbares Weinmenü und nein, ich war nicht eingeladen, ich war Begleitung, sachinteressiert, immer hungrig auf Neuigkeiten und naja, auch nicht ganz unwissend. Herr P. Falke präsentierte Weine von seinem Südafrikanischen Weingut und der Küchenchef M. Schreiber kreierte gut Essbares. Der Sockenkönig berichtete von seinem Projekt Wein auf außerordentlich amüsante und höchst qualifizierte Weise - sehr unterhaltsam und ganz und gar köstlich.

Stars in Concert

Gefeiert wurde ein großes Jubiläum: 20 Jahre Stars in Concert im Estrel Hotel & Congress Center. Wohlig gestärkt am standardmäßig sehr guten warm/kalt, süß/sauren Buffet, getoppt mit freundlichem Küchentalk mit dem Küchendirektor P. Griebel ging's in den großen Veranstaltungssaal.
Faszinierend, was Künstler so fertigbringen, geht es doch hier um Plagiate, Imitatoren und/oder Nachahmer, fantastisch! Alle waren da, Elvis, Madonna, Satchmo und natürlich Tina. Pünktlich zu den Klängen von Nutbush City Limits startete mein Kopfkino und die alte Nightclubqueen aus Fliegerzeiten erwachte mal wieder in mir - was für wunderbare Erinnerungen … Und jetzt alle:
Tina Turner · 1984

Die Teekampagne

Sie ist ein Kind von G. Faltin. Er berichtete von seinen Gründungsgedanken und dem Thema Entrepreneurship, heute aktueller denn je. Es ist ein sehr charismatischer Zeitgenosse mit einer fesselnden Aura.
Tausende Menschenkinder plappern daher, kommentieren in den Social-Medias jeden Furz und geben überall ihren unqualifizierten Senf dazu. Macht doch einfach mal nur noch den Mund auf wenn ihr etwas zu sagen und nicht zu labern habt - mein Wunsch!
Herr Faltin war nach Herrn Falke schon der Zweite kluge Mann in reality in diesem Monat - ja, es gibt sie!

Das Herbstfest

Dass mein Dentalzulieferant HS im Herbst zu Weißwurst und Bier einlud waren nicht so sonderlich verwunderlich.
Kollegiale und brachentypische Gespräche gehören nun mal zu meinem Arbeitsleben dazu, und feiern, feiern können die Kollegen auch.

Die Kochbox

Die, inzwischen auch nicht mehr ganz so jungen und inzwischen vergebenen, Kochrebellen - Hochzeitsgratulation von meiner Seite - haben nachgedacht, renoviert, vergrößert und umkonzeptioniert.
Herausgekommen ist auf doppelt so viel Fläche erprobt gute und authentische Küche mit Meeting-Space und Showroom. Da habe ich doch, als deren altbewährte Freundin der koch/schreibenden Zunft, mit viel Freude und Spaß mitgefeiert und mich riesig über viele bekannte Gesichter gefreut - oh, what a night! Viel Erfolg mit dem neuen Konzept!

Die Masterclass

Im Berliner Bristol Kempinski gab es auf Einladung eigentlich alles Trinkbare zu verkosten was die Böden dieser Welt so hergeben.
Ich verschenkte mein Herz nach Spanien zum Weingut Gonzales Byass. Zur Stärkung wurde allerlei Köstliches serviert - Mittagessen nicht mit Königin Beatrice, dafür aber mit den Adligen aus der Weinbranche.
Ach, manchmal freue ich mich schon ganz arg was ich so alles miterleben darf - ein Stückchen meines Lebensglücks basiert ja immerhin auch auf persönlicher Anerkennung, das erfreut mich sehr!

Das Oktoberfest

Das Oktoberfest beginnt hierzulande bereits im September. Ob man oder ob man nicht will, man gerät unwillkürlich in den halb-zog-er-mich-halb-sank-ich-hin Modus. Ich eile dirndllos durch die Nacht diese Jahreszeit, mag ich sie doch ebenso wenig wie Fasching oder Karneval. Ich bin nun mal kein Freund von verordneter Fröhlichkeit. Ich feiere jeden Tag und freue mich meines schönen Lebens.
Zur Eröffnung des Festzeltes auf dem Alexanderplatz war ich dennoch zugegen. Ich liebe Weißwurst und ein gutes Göckele geht auch. Unschön anzuschauen sind Herren deren Augen distanzlos in den Dirndldekolletés abtauchen - nicht meine Welt und die meiner akustischen Wahrnehmung schon gar nicht. Gut gegessen habe ich und frühzeitig abgereist bin ich - muss auch mal sein.

Das Festival

72 hrs True Italian Food: Das größte Festival der italienischen Küche im Ausland fand ebenfalls im September in Berlin statt: 72 Stunden lang gaben über 50 italienische Restaurants, Pizzerien, Weinereien und Cafés Berlinern die Möglichkeit besondere italienische Köstlichkeiten zu genießen.
Die Italienische Botschaft freute sich zur Auftaktveranstaltung einzuladen - ein ganz und gar köstlicher Abend.

Der Geschmackstest

Alles außer Lüster und Chi-Chi heißt es im Rusty. Rusty bedeutet gutes Essen in unkompliziertem Umfeld. Sie bringen Bezahlbares aus allen Küchen dieser Welt in der Sanderstrasse 17 in 12047 Berlin im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg auf den Teller. Downsizing lautet das Zauberwort. Früher hieß das weniger ist mehr.
Ich durfte mich mit meiner Begleitung durch die abwechslungsreiche Speisekarte essen – das war einfach gigantisch. Es gab Lachsmousse und gebratene Polenta, Caponata und Provola, Maishähnchen, Kräuterkruste, Paprika und Topinamburchips, Kalbsrippchen, Mais und Lauch und 18 Stunden geschmorte Short Ribs, Selleriepüree und Kartoffelchips. Zum Dessert floss Flüssiges aus dem Schokoladenküchlein und traf auf geschmorte Feigen.
Das schmeckte alles sehr würzig und authentisch nach den Küchen der Großmütter des Herzenskochs – unbedingt hingehen.

Die Next Organic

Die Berliner Gastro-Szene arbeitet ständig an neuen Konzepten und ist Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit. Dynamische hauptstadtaffine Köche und Gastronomen suchen nach Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit. Sie geben sich nicht zufrieden mit den Standardlösungen der Lebensmittelindustrie, sondern suchen nach hochwertigen und besonderen Produkten. In der inspirierenden Atmosphäre des historischen Postbahnhofs erwarteten 90 Aussteller zu den Themen Circular Economy, Zero-Waste, Fermentation und Plant Based Kitchen ihr Publikum unter anderem die Mockmill, eine starke Mühle, die nicht nur Getreide zerkleinert.

Schnell dazu ein kleiner Schmunzler zum Thema Linsen:
Herr Ober, da ist eine Linse in meiner Suppe!
Ah, ich habe mich schon gewundert, warum alles so unscharf ist …
Linsen (Lens culinaris)
Ich ließ mir Linsen zu Mehl zermahlen um daraus mal etwas ganz Traditionelles aus Deutschen Landen in meiner heimischen Küche herzustellen: Linsen mit Backpflaumen und Speck! Naja, nicht ganz … es wurden Linsenwaffeln mit Pflaumenmus und Speck – und ganz vielen anderen Belägen.
Linsen Waffel mit Pflaumenmus und Speck
Linsenwaffel mit Backpflaumen und Speck
Wie ich mein Pflaumenmus herstelle steht dort, KLICK. Hier kommt mein Rezept zu lowcarb Linsenwaffeln.
Linsen Waffel
Linsen Waffel
geht auch als Untersetzer - Scherz, ha ha ha
Linsen Waffel

Das Rezept

Linsenwaffeln von Doc. Eva
Zutaten

  • 150 g           Linsen, gemahlen
  • 1 El             Flohsamenschalen, gemahlen
  • 1 Stck          Ei, groß
  • 2 El             Butterschmalz
  • 150 ml         Wasser
  • 3 El             Jogurt, 30 %iger
  • 1 Tl             Backpulver
  • 1 Pr             Salz

Zubereitung

  1. Das Butterschmalz schmelzen, das Waffeleisen auspinseln und den Rest mit den übrigen Zutaten gut verquirlen. 
  2. Bei Bedarf noch Wasser hinzufügen. 
  3. Die Masse im Waffeleisen ausbacken.

Anrichten

  1. Wahlweise süß oder salzig kann man diese Waffeln belegen. 
  2. Sie schmecken leicht graubrotartig, eher neutral. 
  3. Ich habe sie gepuderzuckert, mit Hüttenkäse und wahlweise Pflaumenmus oder Schnittlauch getoppt, mit ausgelassenem Speck auf dem Pflaumenmus oder ganz unsüß mit Gurke oder Salami und Gurke belegt ganz al gusto eben.

Lasst‘s euch schmecken!






PS : Ich bitte herzlichst darum die Fotoqualität der Innenaufnahmen zu entschuldigen, hier fehlt oftmals die Erleuchtung.
 


Donnerstag, 28. September 2017

So geht gute Unterhaltung oder That`s Entertainment!



Hach was soll ich euch heute mitgeben auf eurem Weg ins Lebensglück? Feiert das Leben - so jung sieht man sich nicht wieder. Lebensfreude, die wünsche ich euch allen – die hat man eben, jeder auf seine Art: Im Wald, am Strand, im Konzert, mit einem spannenden Buch, bei einer gut gekühlten Flasche Weißwein, mit feinster Wasserwolle, beim Sport, bei einem respektablen Essen … die Grauschattierungen lassen wir an dieser Stelle einfach mal bei Seite.
Gin and Tonic
Ich für meinen Teil liebe die Welt, meine Familie, meine Freunde, meinen Beruf, meine Blogarbeit, mein behaartes Haustier mit Namen Runter-vom-Tisch … und mich – es könnte schlechter sein.

Die Residenzkonzerte

Manchmal bin ich sogar königlich unterwegs, so bei den Berliner Residenzkonzerten im Schloss Charlottenburg.
Das Dinner und die Show waren edel und klassisch. Immer wieder märchenhaft imponiert die Orangerie, zwischen 1709 und 1712 gebaut, gefeiert wird hier bis heute. Authentische Kostüme dominieren den Abend. Zeremonienmeister Graf von Waldburg begrüßt die Gäste der Viva Passionata – eine Italienische Nacht.
Vorab gab es das, dem Thema angepasste Menu aus dem Hause Mariott. Es gab: Praline vom Eisbein mit Sauerkraut und gerösteter Zwiebel, rosa Roastbeef mit Kürbis, Preiselbeere und Romana-Herzen,  Barbarie-Entenkeule mit Tomate, Aubergine, Gnocchi und Mandelparfait mit beschwipsten Beeren, Amarettini und Nougat.




Es folgte das Konzert des Berliner Residenzorchesters unter der Leitung des Konzertmeisters Bruno Schmidt. Man fühlte sich zurück versetzt in das höfische Leben des 18. Jahrhunderts wird wiedererweckt durch Vivaldi und Co - unbedingt hingehen! Danke für die Einladung. Wie wär’s mit etwas zum Schmunzeln? Eines Nachts im königlichen Schloss
Ein Gast irrt verloren durch die Gänge und trifft auf ein Gespenst.
Es berichtet traurig: Ich bin schon seit über 400 Jahren hier.
Ah, das trifft sich ja gut, dann wissen Sie doch sicher, wo hier die Bar ist.

Die Weiße Partynacht

Zum ersten Mal fand DIE WEISSE PARTYNACHT IM SCHLOSS CHARLOTTENBURG -Große Orangerie- statt. Ich war dabei! Es erwartet mich eine wahrhaft stilvolle Party in historischen Räumlichkeiten, nämlich in der Großen Orangerie des Schloss Charlottenburg. Mit diesem spätsommerlichen Event wurde ein bewährtes Eventkonzept der Showagenten nun inmitten unserer Hauptstadt umgesetzt. Ich hoffte auf eine stilvolle Party im königlichen Ambiente und wurde nicht enttäuscht.
Es wurde eine atemberaubende Party mit allerfeinster Musik in wahrlich netter Gesellschaft. Das Flying Buffet wurde an Stehtischen und Barhocker mit Lounge Charakter serviert.
Selbsterklärend war weiße Garderobe erwünscht! Da muss doch gleich mal die passende Schnulze her:
Roy Black, 1966
Es wurde getanzt bis in die frühen Morgenstunden zum perfekten Mix von Live-Musik und DJ Beats mit diversen Top live Performances von: Live Saxophon, den Motown Brothers, Mr. Swing Paul Gant, Fannie Wilkens, Weitersagen sang mal wieder höchst gekonnt Westernhagen, Craig Less & Friends, Keith Tyne und Dorrey Lin Lyles gaben ihr Bestes. DJ frankie b. legte in gewohnter Weise Chart Hits und Dance Classics zielsicher auf.
Die Gäste hatten die Chance auf eine perfekt entertainte Partynacht mit einzigartiger Partyatmosphäre im königlichen Ambiente und auf historischem Boden - sie haben sie genutzt.
Wer es gerne etwas schicker mochte und anspruchsvolle Abende mit interessanten Menschen bei Champagner, Zigarren und toller Musik verbringen wollte, war zur weißen Partynacht genau zur richtigen Zeit, am richtigen Ort. Danke für die Einladung. Die Große Orangerie des Schloss Charlottenburg, inmitten der Hauptstadt, wurde für eine Nacht zur weißen Partymeile, hoffentlich nicht gleich zweimal, nämlich das erste und das letzte Mal - wir hoffen auf viele Wiederholungen.

Das Getränk

Casa Mendes
Mein, immer wieder gerne zitierter, bester Freund Wiki sagt dazu: Das Getränk oder veraltet der Trunk ist ein Sammelbegriff für zum Trinken zubereitete Flüssigkeiten. Getränke werden entweder zum Stillen von Durst und damit zur Wasseraufnahme des Körpers, als Nahrungsmittel oder auch als reine Genussmittel aufgenommen. Die englische Entsprechung Drink wird im deutschen Sprachgebrauch auch als Oberbegriff für Cocktails sowie für Einzelportionen von Spirituosen verwendet. Mit Mixgetränk sind ebenfalls oft Cocktails gemeint. Die Übergänge zwischen den verschiedenen Gruppen sind fließend, so können einige Getränke sowohl kalt, als auch heiß getrunken werden und mit oder mit ohne Alkohol zubereitet werden.
Gin blue
Gin blue
Einen ganz besonderen Status hat ja inzwischen seit geraumer Zeit der Gin and Tonic. Hier hatte ich dazu bereits einige Erörterungen getätigt, KLICK. Was soll ich nun für ein Rezept für euch Party-, Musik- und Genusspeople kreieren? Da bleibt nur ein superlativer Drink in oberrattenscharfer Partyoptik. Darf ich euch nun meine neuste Kreation vorstellen? Gin blue!

Das Rezept

Gin blue von Doc.Eva
Zutaten
  • 4 cl              Gin, al gusto
  • 4 cl              Casa Mendes
  • 10 cl            Thomas Henry Tonic Water
  • etwas Minze
  • Pfirsich- und Limettenspalten
  • Eis
Zubereitung
  1. Gin mit Casa Mendes über Eis mischen und mit Thomas Henry Tonic Water auffüllen.
Anrichten
  1. Gin blue abgeseiht mit Pirsich- und Limettenspalten und Minzestengel servieren.
Guten Durst!